LVKP-BW

Landesverband der Klinikpsychologen und -psychotherapeuten Baden-Württemberg e.V.

Bilder des Geistes – Was zeigen Gehirnbilder wirklich?

T. M. Spranger
Der Einsatz bildgebender Verfahren zeitigt auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichsten Zusammenhängen rechtliche Wirkungen. Soweit es um die Wissensgenerierung mittels bildgebender Verfahren geht, verlangt das Problem sogenannter Zufallsfunde schon heute nach einer rechtssicheren Handhabung in der Praxis. Gleichermaßen besitzt die Nutzung bildgebender Verfahren im prozessualen Umfeld aktuelle Bedeutung, sofern Sachverständige (weiterlesen …)

Psychosoziale Versorgung von Krebspatienten – Versorgungsdichte und -bedarf

Ziel: Ziel dieser Studie war es, Daten zur psychoonkologischen Versorgungssituation von Krebspatienten im ambulanten und im stationären Bereich unter Routinebedingungen zu gewinnen. Dabei interessierten vorrangig die Versorgungsdichte sowie der Bedarf an und der Wunsch nach psychosozialer Versorgung.
Methode: Die Versorgungsdichte wurde anhand des Vergleichs von Inzidenzzahlen des Tumorregisters Leipzig, der Zahl der (weiterlesen …)

Tiefe Hirnstimulation bei der Schizophrenie

J. Kuhn, M. Bodatsch, V. Sturm, D. Lenartz, J. Klosterkötter, P. J. Uhlhaas, C. Winter, T. O. J. Gründler
Die tiefe Hirnstimulation (THS) hat die Grenzen der Behandlungsmöglichkeiten einiger, vermeintlich therapieresistenter, neuropsychiatrischer Erkrankungen erfolgreich erweitert. Vor diesem Hintergrund werden immer mehr psychische Störungen im Stadium der Therapieresistenz als mögliche Indikationen der THS erwogen. Mittlerweile ist auch die Schizophrenie in den Fokus des Interesses gelangt. Diese, wie alle anderen potenziellen psychiatrischen Indikationen, bedürfen der kritischen Prüfung, ob der (weiterlesen …)

Ärztemangel im psychiatrischen Krankenhaus – Zukunftssicherung durch Neuordnung des ärztlichen Dienstes. Eine Umsetzungsanalyse

Wolfgang Jordan, Lothar Adler, Stefan Bleich, Regina von Einsiedel, Peter Falkai, Volker Großkopf, Iris Hauth, Johann Steiner, Stefan Cohrs
Steigender Behandlungsbedarf für psychische Störungen, Arbeitsverdichtung, Veränderungen der Arbeitszeitregelungen, flächendeckender Ärztemangel, Wirtschaftlichkeitsgebot und Ökonomisierung können eine Neuordnung des ärztlichen Dienstes erfordern. Für eine psychiatrische Klinik werden die wesentlichen Schritte und Instrumente einer Prozessoptimierung im ärztlichen Dienst erläutert und im Zusammenhang mit demografischen Veränderungen, Generationenwechsel und Wertewandel diskutiert.

Thieme eJournals – Abstract

Rechtliche Aspekte von Delegation und Neuorganisation ärztlicher Tätigkeiten im psychiatrischen Fachgebiet

Wolfgang Jordan, Lothar Adler, Stefan Bleich, Stefan Cohrs, Regina von Einsiedel, Peter Falkai, Volker Großkopf, Iris Hauth, Johann Steiner
Die derzeitige stationäre psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung findet in einem Spannungsbogen zwischen steigendem Behandlungsbedarf und anhaltendem Fachkräftemangel statt. Die Optimierung der diagnostisch-therapeutischen Abläufe einer Klinik hilft, bestehende Versorgungsdefizite abzubauen oder Ressourcen für zukünftige Entwicklungen zu generieren. Dabei wird auch die Thematik von Delegation (weiterlesen …)

Ambulante berufliche Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen

H.-C. Eichert
Untersucht wurde die Teilnehmerstruktur und der Erfolg einer ambulanten beruflichen Rehabilitationsmaßnahme für Menschen mit psychischer Erkrankung (Integrationsseminar) (1994-2009, n=703), die einem individualisierten Rehabilitationskonzept folgt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Durchschnittsalter und der Anteil der Teilnehmer mit psychotischen Erkrankungen im Laufe der Jahre angestiegen sind. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen war insgesamt sehr hoch und ist im Zeitraum 2002-2005 stark angestiegen. Je nach Abschlussjahr schwankt der Anteil erfolgreicher Teilnehmer zwischen 50% und 60%. Der Rehabilitationserfolg hat sich als relativ stabil erwiesen (rs=0,52-0,83) und steht mit Belastbarkeit, Alter und Dauer der Arbeitslosigkeit in Zusammenhang. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit frühzeitiger Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben, denn mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit vor Beginn einer Rehabilitation nimmt die Wahrscheinlichkeit ihres Erfolgs ab. Insgesamt erweist sich das Konzept individueller ambulanter beruflicher Rehabilitation als sehr erfolgreich.

Thieme eJournals – Abstract

„Behandelt und gefördert oder verwahrt und vergessen”- Die psychiatrische Versorgung der Bewohner eines psychiatrischen Heimes im Längschnitt

Juan Valdes-Stauber, Reinhold Kilian
Methoden: Indikatoren der Versorgungsqualität eines psychiatrischen Heimes über 7 Jahre werden unter Anwendung von Random-effects-Regressionsmodellen für Längsschnittsdaten analysiert.
Ergebnisse: Funktionsniveau bessert sich leicht. Internistika und Psychopharmaka, außer Antipsychotika, steigen. Die Varianz der Gesamtkosten wird primär (weiterlesen …)

Nach 200 Jahren Psychiatrie: Sind Fixierungen in Deutschland unvermeidlich?

Tilman  Steinert
Anliegen: Fixierungen und Isolierungen sind keine therapeutischen Maßnahmen, sondern reine Maßnahmen der Sicherung, die dann angewendet werden, wenn ein therapeutisches Vorgehen nicht mehr möglich erscheint. Benchmarkings mit Klinikvergleichen zeigen erhebliche Variationen zwischen den Kliniken, eine dauerhafte und signifikante Senkung der Dauer und Häufigkeit von Zwangsmaßnahmen war aber mit den Mitteln des Qualitätsmanagements bisher nicht möglich. Qualitativ neue Ansätze sind erforderlich.
Ergebnisse: Es wurde ein Verfahren entwickelt, die englische Praxis des „Physical Restraint” für deutsche Verhältnisse zu adaptieren, begleitet von Maßnahmen der Deeskalation. Im Gegensatz zu (weiterlesen …)

Prädiktoren für die Niederlassungsabsicht angehender Psychiater. Ergebnisse einer postalischen Befragung junger Ärzte in Deutschland

Christiane Roick, Dirk Heider, Oliver H. Günther, Steffi  G. Riedel-Heller, Hans-Helmut König
Anliegen: Identifizierung von Faktoren, die angehenden Psychiatern bei einer Niederlassung wichtig sind.
Methode: Befragung junger Ärzte aus Westfalen-Lippe, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern zu Soziodemografie, angestrebter Gebietsbezeichnung, Niederlassungsabsicht und 18 niederlassungsrelevanten Aspekten, die (weiterlesen …)

Neuropsychologische Aspekte der Depression

Claudine Cueni, Elvira Augusta Abbruzzese, Annette Beatrix Brühl, Uwe Herwig
Patienten mit Depressionen klagen häufig über Symptome und Störungen nicht nur auf der emotionalen, sondern auch auf der kognitiven Ebene. In dieser Übersichtsarbeit werden schwerpunktmäßig neuropsychologische Befunde zu kognitiven Funktionen bei unipolaren Depressionen zusammengefasst. Die kognitive Theorie der Depression postulierte (weiterlesen …)