LVKP-BW

Landesverband der Klinikpsychologen und -psychotherapeuten Baden-Württemberg e.V.

Biomarker in der Depressionsbehandlung: mehr als nur Worte?

Die Diagnostik depressiver Erkrankungen beruht auf kategorialen Klassifikationssystemen, die eine Vielzahl heterogener und teils konträrer Symptome zusammenfassen, deren komplexe biologische Grundlagen noch weitgehend ungeklärt sind. Die Diagnosestellung in der Psychiatrie und die damit verbundene Wahl der Behandlung erfolgen primär nur durch Sprache. Die biologische Charakterisierung der Pathophysiologie und Therapiemechanismen durch Biomarker und Gentests stellt eine der Sprache überlegene Organisation der Behandlung mit entsprechend höherer Erfolgsrate in Aussicht. Mithilfe von genetischen Untersuchungen, proteomischen und metabolomischen Profilen, neuroendokrinen und elektrophysiologischen Parametern und multimodaler zerebraler Bildgebung konnten bereits potentiell

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Risiken von Psychotherapie in der Forensik

Die psychotherapeutische Arbeit in der Forensik weist einige ­Besonderheiten auf. Welche spezifische Risiken bringen sie für ­Behandelte und Behandler mit sich? Aus den Erfahrungen in ­einem Psychiatrischen Krankenhaus gemäß § 63 StGB werden ­Spannungsfelder und Problemkonstellationen beschrieben.

Thieme E-Journals – PiD – Psychotherapie im Dialog / Abstract

BPtK-Studie zu den Qualitätsberichten der Psychiatrie und Psychosomatik

Pressemitteilung der Bundespsychotherapeutenkammer

Berlin, 22. Juni 2016: Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und Vergütung psychiatrischer Leistungen (PsychVVG) muss zu mehr Transparenz führen. Wie viel und welches Personal die Kliniken haben, welche Leistungen sie damit erbringen und ob ihre Behandlungen leitliniengerecht sind, ist aktuell für niemanden erkennbar. Das ist das Ergebnis der Studie „Die Qualität der Versorgung in Psychiatrie und Psychosomatik – Eine Auswertung der Qualitätsberichte der Krankenhäuser“, die die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) heute in Berlin vorlegte.

„Die Qualität der Versorgung in Kliniken muss für psychisch kranke Menschen, aber auch einweisende Ärzte und Psychotherapeuten erkennbar sein“, erklärt BPtK-Präsident Dr. Dietrich Munz. „Dafür sind eigentlich die Qualitätsberichte der Krankenhäuser da. Es ist jedoch erstaunlich, wie wenig diese aufwendigen Dokumentationen der psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhäuser an aussagekräftigen Daten liefern. Deshalb müssen die Anforderungen an diese Qualitätsberichte grundlegend überarbeitet werden. Aus ihnen muss zukünftig zu erkennen sein, welche Personalausstattung eine Klinik hat und wie sie ihre Patienten damit behandelt.“

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2016 – Landespsychologenkonferenz am 20.07.2016 in Ravensburg-Weissenau

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir laden Sie sehr herzlich ein zur nächsten Landespsychologenkonferenz in die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Weissenau des ZfP Südwürttemberg. Die Landespsychologenkonferenz ist ein Austauschforum und Arbeitstreffen für PsychologInnen und PsychotherapeutInnen, die in der institutionellen psychotherapeutischen Versorgung in Baden-Württemberg tätig sind. Sie wird seit vielen Jahren organisiert vom Landesverband der Klinikpsychologen und –psychotherapeuten (LVKP-BW) und dient dem fachlichen Austausch, der Fortbildung, der Vernetzung und der Beschäftigung mit den Rahmenbedingungen unserer Arbeit. Auch dieses Mal ist es gelungen, das Arbeitstreffen mit einer Fortbildungsveranstaltung der Landespsychotherapeutenkammer zu einem aktuellen Thema zu verbinden. Prof. Matthias Backenstraß wird zum Thema „Internet und mobile Medien bei der Behandlung psychischer Störungen“ referieren. Er ist Leiter des Instituts für Klinische Psychologe am Zentrum für Seelische Gesundheit des Klinikums Stuttgart und hat sich in seiner Funktion als apl. Prof. an der Universität Heidelberg an einer multizentrischen Studie zur Wirksamkeit eines internet basierten Interventionsansatzes bei rezidivierenden depressiven Störungen beteiligt.
Im Anschluss an den Vortrag mit Diskussion informieren der Präsident der Kammer, Dr. Dietrich Munz, und weitere Vertreter der Kammer zu aktuellen Themen und diskutieren mit
Ihnen Ihre Fragen und Anregungen („Kammer im Gespräch“). Wir freuen uns, Sie am 20. Juli 2016 in Ravensburg begrüßen zu können.

Tilman Kluttig
Vorsitzender LVKP

Michael Müller-Mohnssen
Vorstand LVKP, Tagungsleiter

Einladung Landespsychologenkonferenz 2016

Evidenzbasierte Psychotherapie bei Zwangsstörungen

Theoretischer Hintergrund: Leitlinien im Bereich der Medizin und Psychotherapie basieren auf systematischen Zusammenstellungen der verfügbaren Evidenz und dienen der Entscheidungshilfe für Praktiker. Für die Zwangsstörung wurde 2013 eine S3-Leitlinie publiziert. Fragestellung und Methode: Hier werden deren wichtigste Empfehlungen zur psychotherapeutischen Behandlung zusammengefasst und verbleibende Forschungslücken bezüglich praxisrelevanter Fragen aufgezeigt. Ergebnisse: Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) wird als Verfahren der ersten Wahl empfohlen, während für andere, auch sehr verbreitete Verfahren kaum Evidenz vorliegt. Einige wichtige prozedurale Aspekte der KVT sind jedoch nicht genügend untersucht. Schlussfolgerungen: Angesichts der klinischen Bedeutung der Zwangsstörung besteht erheblicher Forschungsbedarf. Es wird auf die Bedeutung von Praxisbewährungsstudien hingewiesen. Schließlich wird diskutiert, wie aus aktueller psychologischer und neurobiologischer Grundlagenforschung zur Zwangsstörung, hier ausgeführt am Beispiel der Endophänotypenforschung, innovative Interventionen entwickelt werden können. Diese zielen darauf ab, den Anteil klinisch signifikant gebesserter Patienten zu erhöhen und die Nachhaltigkeit der Besserung zu sichern.

Evidenzbasierte Psychotherapie bei Zwangsstörungen: Evidenzbasierte Psychotherapie bei Zwangsstörungen: Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie: Vol 44, No 4

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